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RGK Südwest > Kompost > In der Landwirtschaft > Anwendungsgrundsätze

Anwendungsgrundsätze

Als organischer Mehrnährstoffdünger ist gütegesicherter Kompost in seiner Anwendung und seinen Nährstoffgehalten mit Stallmist vergleichbar. Die mit dem Kompost ausgebrachten Nährstoffe müssen deshalb in der Düngungsplanung mit eingerechnet werden.

Kompost-Aufwandmengen

Bei der fachgerechten und erfolgreichen Kompostanwendung richtet sich die effektive Ausbringungsmenge nach der Nährstoffbilanz des jeweiligen Schlages.

Hierbei werden die Nährstoffversorgung des Bodens, der zu erwartende Nährstoffentzug durch die Nutzpflanzen sowie die Nährstoffgehalte des Komposts berücksichtigt.

Für die Erstellung der Nährstoffbilanz, wie sie nach der guten fachlichen Praxis für die Verwendung aller organischer oder mineralischer Düngemittel vorgesehen ist, gilt folgende Vorgehensweise: 

  1. Ermittlung der Nährstoffversorgung (Stufen A bis E) des betreffenden Schlages (Bodenuntersuchung).
  2. Berechnung der Differenz zwischen erwartetem Nährstoffentzug und zur Verfügung stehender Nährstoffmengen.
  3. Ermittlung der Ausbringungsmenge auf der Basis der Nährstoffgehalte des Kompostes.
  4. Berechnung von Art und Menge einer eventuell erforderlichen Zusatzdüngung.

Die Posphat- und Kaliumgehalte im Kompost können je nach Aufwandmenge den gesamten Bedarf der Kultur decken, gleiches gilt für Magnesium und Spurennährstoffe. Der mit dem Kompost ausgebrachte Stickstoff ist im Verhältnis zu den anderen Nährstoffen in geringerem Maße pflanzenverfügbar und muß deswegen nach Bedarf zugedüngt werden.

Anzurechnende Kompostnährstoffe

Verfügbarer Stickstoff im Anwendungsjahr: 

= Nmin -Gehalt + 10% des gesamten N Gehaltes

Genutzt werden über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren:
- 40% des gesamten Stickstoffs
- 100% des P Gehaltes
- 100% des K Gehaltes
- 100% des Mg Gehaltes

Der pH-Wert des Kompostes im neutralen bis schwach alkalischen Bereich und die basisch wirksamen Stoffe (Kalk) wirken sich positiv auf den Boden aus und können eine Ausgleichskalkung ersetzen.

Mit Hilfe der Nährstoffbilanz läßt sich eine optimale Düngung erreichen. Auf diese Weise werden die Düngemittelkosten werden niedrig gehalten. Eine unnötige Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen unterbleibt.