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RGK Südwest > Kompost > Im Obst- und Weinbau > Praktische Anwendung > B. Warum sind Mengenbegrenzungen sinnvoll?

B. Warum sind Mengenbegrenzungen sinnvoll?

Unsere Ziele bei der Kompostanwendung:

  • ein auch langfristig gesehen hoher Nutzen;
  • eine gute Qualität der angebauten pflanzlichen Produkte;
  • die Erhaltung einer gesunden Umwelt.

Diese grundsätzlichen Ziele werden bei sachgerechter Verwendung von Komposten mit RAL-Gütezeichen erreicht. Eine sachgerechte Anwendung bedeutet, daß die wichtigen Fragen der Ausbringungsmenge, der Ergänzungsdüngung und des Anwendungszeitpunktes bedacht werden.

Was wir nicht wollen:

  • Schäden für Boden und Pflanzen;
  • Auswaschung großer Mengen an Nährstoffen;
  • Nitratbelastung des Grundwassers.

Welche Mengen an Nährstoffen mit normalen Kompostgaben auf das Land gebracht werden können, verdeutlicht Tabelle 6. Natürlich sind diese Nährstoffmengen nicht insgesamt pflanzenverfügbar. Besonders bei warmen, leichten, wasserdurchlässigen Böden können aber bei überhöhten Kompostmengen Auswaschungsprobleme entstehen.

Tab. 6: Nährstofffrachten bei normalen Gaben an Bio- und Grünkompost

Kompostgabe/ha1)   N (kg/ha)   P2O5 K2O MgO
m³FS t TS Gesamt Verfügbar Gesamte Nährstoffzufuhr in kg/ha
66 (2 30 300 45 (3 240 450 1800

1) Beispiel: Kompost mit 670 kg/m3 Volumengewicht und 60 % TS; Nährstoff-Gesamtgehalte: N = 1 %, P20 5= 0,8 %, K 20 = 1,2 %, MgO = 1,5 %, CaO = 6,0 %
2) Entspricht einer Kompostschicht von 0,7cm.
3) Verfügbar im Kompost (N-min.) und im Anwendungsjahr mineralisiert (Beispiel)

Die Empfehlungen zu den Aufbringungsmengen von Bio- und Grünkomposten im Wein- und Obstbau sind aus den genannten Gründen so kalkuliert, daß die Anwendung bei hohem Nutzen langfristig sicher ist. Der Kompost-Anwender sollte sich aber auf jeden Fall vorab mit Hilfe von Bodenuntersuchungen über die Situation seines Bodens informieren. Die verfügbaren Nährstoffe im Kompost müssen berücksichtigt werden. Eine mineralische Düngung wird dann entsprechend reduziert .