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RGK Südwest > Kompost > Im Obst- und Weinbau > Praktische Anwendung > E. Anwendung zur Erosionsbekämpfung

E. Anwendung zur Erosionsbekämpfung

Besonders in den Steillagen des Weinbaus ist die Erosionsgefährdung des Bodens bedrohlich. Der Bodenabtrag gefährdet die Produktivität des Standortes nachhaltig.

Ein sehr wichtiger Schritt zur Verringerung der Erosion ist die Erhaltung und Verbesserung der Stabilität des Bodens. Dies wird durch die kontinuierliche Pflege des Bodens, besonders des Bodenlebens, durch Kompostzufuhr erreicht (siehe Abschnitt C und D). Mit Kompost läßt sich aber auch eine ausgezeichnete direkte Wirkung gegen Erosion durch oberflächliche, gleichmäßige Aufbringung einer Kompostschicht erzielen.

Für den Erosionschutz eignet sich besonders grobes Material. In der Regel werden hierfür 30 mm-Absiebungen angeboten. Grober Kompost ist preisgünstiger als feiner. Es ist hier eher ungünstig, Fertigkompost zu verwenden. Der preisgünstige Frischkompost mit RAL-Gütezeichen hat eine bestimmte Heißrottephase durchlaufen und ist somit garantiert hygienisiert. Er ist daher als Mulch und Erosionsschutz gut geeignet. Außerdem setzt er bei weitem C/N-Verhältnis zunächst keinen Stickstoff frei.

Um einen optimalen Bodenschutz zu erreichen, werden je nach Versuchsergebnissen 200 bis 300 m³ Kompost je ha empfohlen. Damit es nicht zu Umweltproblemen kommt, z.B. durch Nitratauswaschung, sollte stickstoffarmes, holzreiches Material verwendet werden. Grünkomposte aus Rohmaterial mit viel Holz oder Laub eignen sich gut. Hier und auch sonst sind bei der Kompostanwendung die Hinweise der Hersteller zu beachten, da jedes Werk etwas andere Produkte herstellt. 

 

Wir empfehlen für den fachgerechten und erfolgreichen Komposteinsatz folgende Aufwandmengen:
Für den Erosionsschutz

Kompostart: Vorzugsweise Frischkompost bzw. Kompost aus nährstoffarmem, holzreichem Grüngut;
Absiebung: 0 - 30 oder 10 - 30 mm

Kompostmengen: 200 bis max. 300 m³ /ha

Auch wenn der Erosionsschutz durch bodenbedeckende Pflanzenarten erreicht werden soll, ist zunächst eine Bodenverbesserung durch Kompost nützlich, in manchen Fällen sogar Voraussetzung für das Gelingen der Ansaat. Um eine baldige Ansaat zu ermöglichen, ist Fertigkompost feinerer Absiebung (0 - 10 oder 0 - 20 mm) zu verwenden.