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RGK Südwest > Kompost > Im Obst- und Weinbau > Praktische Anwendung > F. Anwendung in Pflanzlöchern, in Reb- und Baumschulen

F. Anwendung in Pflanzlöchern sowie in Reb- und Baumschulen

Beim Pflanzen junger Reben oder Obstgehölze ist durch die Rodung in der Reb- oder Baumschule die Wurzelkrone stark verkleinert. Um die Nährstoffaufnahme und auch die Wasserversorgung der jungen Pflanzen sicherzustellen, ist deshalb eine Kompostgabe im Pflanzloch von großem Nutzen. Es muß jedoch streng auf die Pflanzenverträglichkeit des Kompostes geachtet werden, die bei Fertig- kompost mit Gütezeichen garantiert ist.

Der Kompost muß bei der Gabe ins Pflanzloch mit Erde gemischt angewendet werden, da ansonsten wegen der hohen Nährstoff- und Salzgehalte Wurzelverbrennungen auftreten können. Das Mischungsverhältnis Boden zu Kompost sollte in der Regel bei nährstoffreicheren Biokomposten ca. 4 bis 6:1 und kann bei salzärmeren Grünkomposten ca. 2 bis 4:1 betragen (volumenbezogen). 

 

Wir empfehlen für den fachgerechten und erfolgreichen Komposteinsatz folgende Aufwandmengen:
Der Einsatz von Komposten mit garantierter Pflanzenverträglichkeit ist dabei unbedingte Voraussetzung für den Kulturerfolg. Außerdem muß auf eine N-Ausgleichsdüngung und - je nach zugesetzter Kompost- menge - auf eine zusätzliche Aufkalkung zur Regulierung des pH-Wertes geachtet werden.
In Pflanzlöcher, Reb- und Baumschulen

Kompostart: Vorzugsweise Frischkompost bzw. Kompost aus nährstoffarmem, holzreichem Grüngut;
Absiebung: 0 - 30 oder 10 - 30 mm

Kompostmengen: Mischungsverhältnisse von 2 : 1 bis 9 : 1 bzw. in Anteilen zwischen 20 bis 40 Prozent, je nach Kompost-Art und Anwendungszweck.

Bei der Roten Johannisbeere sollten die Anwendungsmengen von Kompost im Pflanzloch wegen ihrer Chloridempfindlichkeit sowohl bei Bio- als auch bei Grünkomposten noch geringer sein (Boden zu Kompost ca. 7:1 bis 9:1, volumenbezogen).

Kompostzugaben in spezielle Erdmischungen (Substrate) zur Anzucht von Jungpflanzen oder zur Weiterkultur von Pflanzware sind ebenfalls sehr gut möglich. Vorteilhaft sind hier insbesondere salzärmere Grünkomposte. Mischungen mit Torf bei Volumenanteilen von 20 % (Biokompost) bis 40 % (Grünkompost) sind üblich.