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Kompost Journal

Kompost Journal | Frühjahr 2018 - Ausgabe Nr. 26

02.05.2018 von Webmaster

Regenwürmer – Wertvolle Nützlinge im Boden

Foto: Roswitha Walter, LfL Freising

Durch organische Düngung, z. B. mit wertvollem Kompost, kann der Bestand an Regenwürmern deutlich erhöht und damit die biologische Aktivität des Bodens auf natürliche Art und Weise nachhaltig gefördert werden.

Als typische Bodenbewohner gelten über 40 Regenwurmar- ten, die entsprechend ihrer Lebensweise in streubewohnende, flach- und tiefgrabende Arten eingeteilt werden. Sie alle sind in gesunden Böden von Gärten und landwirtschaftlichen Nutzflächen zu finden. Im eigenen Kompost- oder Misthaufen kommen die sogenannten »Kompostwürmer« vor, die dort von dem reichlichen Angebot an organischem Material profitieren. Diese vier auch als Kulturfolger bezeichneten Arten (z. B. Eisenia fetida, Eisenia andrei) werden im Boden nur selten gefunden.

Aktivität und Lebensstadien der Regenwürmer

Die bodenbewohnenden Regenwürmer sind im Frühjahr und Herbst bei feuchten Bodenbedingungen und mäßigen Bodentemperaturen am aktivsten. Um unwirtliche Phasen wie z. B. Trocken- und Kälteperioden zu überstehen, besitzen Regenwürmer Anpassungsstra- tegien. So wandern z. B. tiefgrabende Arten tiefer in den Boden ab. Die im Wurzelbereich des Oberbodens lebenden Flachgräber (endogäische Arten) sind in der Lage, bei ungünstigen Bedingungen ihren Stoffwechsel zu drosseln. Dazu ziehen sich die Tiere ebenfalls in tiefere Bodenschichten zurück, kringeln sich ein und begeben sich in ein Ruhestadium (Diapause). Am widerstandsfähigsten sind Regenwürmer im Kokonstadium. Dies wird insbesondere von den streubewohnenden Arten genutzt, um unwirtliche Phasen zu überstehen.

Regenwürmer – die unscheinbaren Helden des Bodens

Mit freundlicher Genehmigung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

 

Kompost Journal | Frühjahr 2017 - Ausgabe Nr. 25

20.06.2017 von Helmut Strauß

Biotonne schützt Klima und Ressourcen

In die Biotonne darf nur Bioabfall, denn nur daraus kann man prima Kompost machen! | Foto: U. Honacker

Seit dem 1. Januar 2015 schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz die flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfällen in ganz Deutschland vor. Und dennoch findet man auf der Deutschlandkarte heute noch immer viele weiße Flecken, in denen nicht getrennt gesammelt wird. Die zögerliche Haltung einzelner Landkreise und kreisfreien Städte, eine Biotonne einzuführen, sorgt dafür, dass wertvolle Bioabfälle mit dem Restabfall verbrannt werden, anstatt in hochwertigen Behandlungsanlagen vergärt oder kompostiert zu werden.

Kompost Journal | Herbst 2016 - Ausgabe Nr. 24

07.10.2016 von Helmut Strauß

Erfolgsgeschichte der Kompostierung

Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest vor 25 Jahren in Mainz gegründet

Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest vor 25 Jahren in Mainz gegründet

Die Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest e. V. feiert im Jahr 2016 Jubiläum.
25 Jahre nach Eintragung ins Vereinsregister trafen sich Mitglieder und geladene Gäste aus Wissenschaft und Politik zur großen Jubiläumsfeier in Mainz. Die Kompostierung und Vergärung von Bio- und Grüngut ist eine Erfolgsgeschichte, ebenso wie der Aufbau und die Entwicklung der Gütesicherung für die erzeugten Produkte. Deren neutrale Qualitätskontrolle sowie die Auszeichnung mit dem RAL-Gütezeichen schaffen wichtiges Vertrauen und Rechtssicherheit für Erzeuger und Verbraucher.

Kompost besitzt nachhaltig ökologische Funktionen, die dazu beitragen, dass unsere Umwelt für die heutigen und nachfolgenden Generationen intakt bleibt. So wird die Bodenfruchtbarkeit erhalten und die Bodenstruktur verbessert. Durch den Einsatz als organisches Düngemittel und Torfersatz werden zudem wertvolle Ressourcen geschont und das Klima geschützt.

Aktuell 82 Mitgliedsbetriebe

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Aktuell sorgen 82 Mitgliedsbetriebe der RGK Südwest e. V. dafür, dass die biogenen Abfälle in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland professionell verarbeitet und anschließend als wertvoller Dünger und Humuslieferant dem Boden wieder zugeführt werden. Hauptabnehmer für die ökologisch wertvollen Naturprodukte sind der landwirtschaftliche Ackerbau, die Sonderkulturen Spargel- und Weinanbau sowie der Garten- und Landschaftsbau.

Dieser stoffliche Verwertungskreislauf nach dem Vorbild der Natur ist nachvollziehbar und transparent. Dadurch gelingt es, wichtiges Bewusstsein für die Abfallvermeidung und -verwertung in der Gesellschaft zu erreichen.