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Kompost Journal

Kompost Journal | Frühjahr 2019 - Ausgabe Nr. 27

21.03.2019 von Helmut Strauß

Kompost für den Biobetrieb – jetzt wird´s praktisch!

Kompost Journal Nr. 27
Kompostservice frei Krume (Foto: VHE e. V.)

Eines der Grundprinzipien des ökologischen Landbaus ist das Denken in Kreisläufen. Daher soll nach Möglichkeit ein ökologisches Gleichgewicht erreicht, der Einsatz von Materialien und Energie reduziert sowie die Umwelt geschützt und Ressourcen eingespart werden. Ökologische Landwirtschaft basiert auf lebendigen Ökosystemen und fördert und bewahrt damit die Gesundheit von Böden, Tieren und Pflanzen. Der Erhalt und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sind dabei essentiell und werden durch schonende Bodenbearbeitung, eine vielseitige Fruchtfolge und regelmäßige organische Düngung erreicht. Aufgrund der steigenden Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe ohne eigene Wirtschaftsdünger können gütegesicherte und nach EU-Ökoverordnung zugelassene Bio- und Grüngutkomposte einen wesentlichen Beitrag hierfür leisten.

Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle Bioland e. V. in Fulda hat Uwe Honacker, Redaktionsleiter des KOMPOSTJournals, das folgende Interview mit dem Biolandberater Jonas Ehls geführt ...

Herr Ehls, Sie sind Fachberater bei Bioland und betreuen zahlreiche Ökobetriebe. Welche Rückmeldungen erhalten sie aktuell von den Ökolandwirten, die Bio- und Grüngutkomposte bereits auf ihren Flächen einsetzen oder dies zukünftig beabsichtigen?

„Spontan fallen mir dazu viele positiven Aussagen ein, die bezüglich der natürlichen Produkteigenschaften im Rahmen der Humusreproduktion, Bodenverbesserung, Wasserhaltekraft und Nähstoffwirkung benannt werden, heißt vereinfacht: Durch den Komposteinsatz steht Kleegras besser da! Das stetig wachsende Interesse, vorrangig nach Grüngutkomposten, zeigt sich in den letzten Jahren auch im Dialog anlässlich unserer Fachveranstaltungen.

Kompost Journal | Frühjahr 2018 - Ausgabe Nr. 26

02.05.2018 von Webmaster

Regenwürmer – Wertvolle Nützlinge im Boden

Foto: Roswitha Walter, LfL Freising

Durch organische Düngung, z. B. mit wertvollem Kompost, kann der Bestand an Regenwürmern deutlich erhöht und damit die biologische Aktivität des Bodens auf natürliche Art und Weise nachhaltig gefördert werden.

Als typische Bodenbewohner gelten über 40 Regenwurmar- ten, die entsprechend ihrer Lebensweise in streubewohnende, flach- und tiefgrabende Arten eingeteilt werden. Sie alle sind in gesunden Böden von Gärten und landwirtschaftlichen Nutzflächen zu finden. Im eigenen Kompost- oder Misthaufen kommen die sogenannten »Kompostwürmer« vor, die dort von dem reichlichen Angebot an organischem Material profitieren. Diese vier auch als Kulturfolger bezeichneten Arten (z. B. Eisenia fetida, Eisenia andrei) werden im Boden nur selten gefunden.

Aktivität und Lebensstadien der Regenwürmer

Die bodenbewohnenden Regenwürmer sind im Frühjahr und Herbst bei feuchten Bodenbedingungen und mäßigen Bodentemperaturen am aktivsten. Um unwirtliche Phasen wie z. B. Trocken- und Kälteperioden zu überstehen, besitzen Regenwürmer Anpassungsstra- tegien. So wandern z. B. tiefgrabende Arten tiefer in den Boden ab. Die im Wurzelbereich des Oberbodens lebenden Flachgräber (endogäische Arten) sind in der Lage, bei ungünstigen Bedingungen ihren Stoffwechsel zu drosseln. Dazu ziehen sich die Tiere ebenfalls in tiefere Bodenschichten zurück, kringeln sich ein und begeben sich in ein Ruhestadium (Diapause). Am widerstandsfähigsten sind Regenwürmer im Kokonstadium. Dies wird insbesondere von den streubewohnenden Arten genutzt, um unwirtliche Phasen zu überstehen.

Regenwürmer – die unscheinbaren Helden des Bodens

Mit freundlicher Genehmigung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft

 

Kompost Journal | Frühjahr 2017 - Ausgabe Nr. 25

20.06.2017 von Helmut Strauß

Biotonne schützt Klima und Ressourcen

In die Biotonne darf nur Bioabfall, denn nur daraus kann man prima Kompost machen! | Foto: U. Honacker

Seit dem 1. Januar 2015 schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz die flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfällen in ganz Deutschland vor. Und dennoch findet man auf der Deutschlandkarte heute noch immer viele weiße Flecken, in denen nicht getrennt gesammelt wird. Die zögerliche Haltung einzelner Landkreise und kreisfreien Städte, eine Biotonne einzuführen, sorgt dafür, dass wertvolle Bioabfälle mit dem Restabfall verbrannt werden, anstatt in hochwertigen Behandlungsanlagen vergärt oder kompostiert zu werden.