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Kompost Journal

Kompost Journal | Herbst 2016 - Ausgabe Nr. 24

07.10.2016 von Helmut Strauß

Erfolgsgeschichte der Kompostierung

Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest vor 25 Jahren in Mainz gegründet

Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest vor 25 Jahren in Mainz gegründet

Die Gütegemeinschaft Kompost Region Südwest e. V. feiert im Jahr 2016 Jubiläum.
25 Jahre nach Eintragung ins Vereinsregister trafen sich Mitglieder und geladene Gäste aus Wissenschaft und Politik zur großen Jubiläumsfeier in Mainz. Die Kompostierung und Vergärung von Bio- und Grüngut ist eine Erfolgsgeschichte, ebenso wie der Aufbau und die Entwicklung der Gütesicherung für die erzeugten Produkte. Deren neutrale Qualitätskontrolle sowie die Auszeichnung mit dem RAL-Gütezeichen schaffen wichtiges Vertrauen und Rechtssicherheit für Erzeuger und Verbraucher.

Kompost besitzt nachhaltig ökologische Funktionen, die dazu beitragen, dass unsere Umwelt für die heutigen und nachfolgenden Generationen intakt bleibt. So wird die Bodenfruchtbarkeit erhalten und die Bodenstruktur verbessert. Durch den Einsatz als organisches Düngemittel und Torfersatz werden zudem wertvolle Ressourcen geschont und das Klima geschützt.

Aktuell 82 Mitgliedsbetriebe

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Aktuell sorgen 82 Mitgliedsbetriebe der RGK Südwest e. V. dafür, dass die biogenen Abfälle in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland professionell verarbeitet und anschließend als wertvoller Dünger und Humuslieferant dem Boden wieder zugeführt werden. Hauptabnehmer für die ökologisch wertvollen Naturprodukte sind der landwirtschaftliche Ackerbau, die Sonderkulturen Spargel- und Weinanbau sowie der Garten- und Landschaftsbau.

Dieser stoffliche Verwertungskreislauf nach dem Vorbild der Natur ist nachvollziehbar und transparent. Dadurch gelingt es, wichtiges Bewusstsein für die Abfallvermeidung und -verwertung in der Gesellschaft zu erreichen.

Kompost Journal | Frühling 2016 - Ausgabe Nr. 23

23.03.2016 von Helmut Strauß

Förderung der Artenvielfalt an Betriebsstandorten

Kompost Journal | Frühling 2016 - Ausgabe Nr. 23
Foto: NABU/Rainer Michalski

Die naturnahe Gestaltung von Betriebsgelände ist eine oft noch ungenutzte Chance für den Naturschutz. Die Veolia Umweltservice West GmbH und der Naturschutzbund (NABU) Mainz und Umgebung kooperieren hierzu beispielhaft auf dem Gelände der Biomasseanlage Essenheim.

Urbanes Gärtnern und die naturnahe Gestaltung von Betriebsflächen haben mehr gemeinsam, als man denken mag. Hinter beiden Varianten steht die Frage, wie auf begrenzter Fläche Natur bereichert, geschützt und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen geschaffen werden kann.

Um deutschlandweit das Potential von Betriebs- und Firmengelände für den Naturschutz in den Blickpunkt zu rücken, wurde 2014 das Projekt »Biodiversität an Betriebsstandorten« gestartet und verschiedene Naturschutzmaßnahmen initiiert, die jeweils durch ortsansässige NABU-Gruppen begleitet werden.

Beispielhaft für den Standort Essenheim sind die seit Jahren dort brütenden Rauchschwalben, ein naturnah gestaltetes Gewässer mit großem Weidengehölz, eine kleine Streuobstwiese, blütenreiche Hochstauden, verschiedene Grünlandtypen sowie Lösslehmwände und -böden mit Wildbienen und Wespen zu benennen.

Nach einer durchgeführten gutachterlichen Kartierung des circa fünf Hektar großen Betriebsgeländes, das etwa zur Hälfte von Hallen und befestigten Flächen bedeckt ist, haben sich der Bestand und die Wertigkeit der einzelnen Biotope im Detail gezeigt. Insgesamt sind 23 Biotoptypen und 140 verschiedene Gefäßp anzenartenregistriert.

Kompost Journal | Herbst 2015 - Ausgabe Nr. 22

16.10.2015 von Webmaster

Laub schützt Leben ...

Kompost Journal | Herbst 2015 - Ausgabe Nr. 22

Wenn der Herbstwind kräftig weht,

steigen nicht nur bunte Drachen. Viele Gartenbesitzer beschäftigt zu dieser Zeit die Frage: Wohin mit dem ganzen Laub? Denn schließlich lässt die Natur im Herbst unzählige Blätter zu Boden fallen. Und die müssen irgendwo hin ... 

Die Lösung ist denkbar einfach – vorausgesetzt man möchte aktiv etwas zum Schutz des Bodens und der Tierwelt beitragen. Am Besten lässt man das Laub unter Bäumen und Sträuchern liegen. Wie im Wald schützt die Laubschicht den Oberboden, führt dem Boden organische Substanz und Nährstoffe zu und bietet vielen Lebewesen Winterschutz. Wer überschüssiges Falllaub als wertvollen Rohstoff für seinen Garten nutzen möchte, kann beispielsweise eine separate Laubkompostierung durchführen und damit eine prima Lauberde herstellen.