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RGK Südwest > Kompost > Eigenkompost - Mit "braunem Gold" dem Boden verbessern

Eigenkompost - Das "braune Gold" für den Boden

Eigenkompost - Braunes Gold für den Boden
Quelle: Kraut und Rübe 03/08

Vom perfekten Garten-Recycling wärmt den Boden, in dem sich bei gleichbleibender Feuchtigkeit und genügend organischer Nahrung auch die Mikroorganismen rasant vermehren, was zu einer verstärkten Produktion von Ton-Humus-Komplexen führt. Daraus bedienen sich wiederum die Pflanzen mit Nährstoffen, und zwar genau in dem Maß, wie sie aufgrund von Licht, Wärme und Feuchtigkeit Nahrung benötigen. – So schließt sich der Kreislauf der Nährstoffe. Nahrung für den Boden Im Garten schaffen wir ähnliche Bedingungen, indem wir den Boden mit organischen Materialien, mit Mulch bedecken.

Die Mulchdecke schützt den Boden vor schädlichen Witterungseinflüssen, und die verrottenden pflanzlichen Materialien ernähren das Boden- leben. Doch in der gärtnerischen Praxis fallen oft weit mehr pflanzliche Wertstoffe an, als wir auf dem Boden ausbreiten können. Dann bietet sich im Kreislauf der Umweg über den Kompost an, wo Unzählige Kleinstlebewesen bis zum Kompostwurm erzeugen eine Vielzahl von Ton-Humus-Komplexen. auch Küchenabfälle und andere organische Stoffe, die nicht aus dem Garten kommen, gesammelt werden.

Unter der kundigen Obhut des Gartenfreundes findet dort in konzentrierter Form die Verwandlung von pflanzlichen Rohstoffen zu einem wertvollen organischen Dünger statt. Der fertige Kompost wird auf den Beeten wieder dem Boden zugeführt. Auf diesem Erdball geht nichts verloren. Nur wir Menschen sorgen manchmal dafür, dass wertvolle Rohstoffe über unsere Lebenszeit hinaus nicht mehr verfügbar und nutzbar sind. In der Natur, zum Beispiel im Wald, funktioniert der Kreislauf perfekt: Die Pflanzen nehmen durch ihre Wurzeln Nährstoffe aus den gelösten Mineralien des Bodens auf, wachsen, bilden Stängel und Blätter, blühen, tragen Früchte und lassen im Herbst ihr Laub fallen oder sterben ganz ab.

Der Frost, im Wechsel mit Sonne, Schnee und Regen, macht die pflanzliche Masse mürbe für zahlreiche Käfer, Tausendfüßer oder Asseln, die sie zerkleinern. Anschließend treten unzählige Mikropilze und Bakterien ihren Dienst an, zersetzen die Masse weiter, bis die Regenwürmer dieses gute Werk fortsetzen. Die pflanzlichen Rohstoffe haben sich in Humus verwandelt, eine halb verrottete organische Sub- stanz, die nun die Regen- und Kompostwürmer aufnehmen, die Mineralien des Bodens hinzufügen, beides in ihrem Darmtrakt miteinander verbinden und ausscheiden.

Diese wertvollen Boden- krümel sind locker aufgebaut und doch in ihrer Struktur stabil. Sie speichern Wasser, enthalten Haupt- und Spurenelemente und lagern außerdem noch im Boden gelöste Nährstoffe an, ohne diese jedoch festzulegen. Wasser und Nährstoffe stehen den Pflanzen jederzeit in der richtigen Dosie- rung zur Verfügung. In keinem Labor, mit keiner noch so ausgeklügelten Mischung mineralischer Dünger lässt sich die Ernährung der Pflanzen besser dosieren. Die Entstehung der nährstoffhal- tigen Ton-Humus-Komplexe geht analog zu den Wachstumsfaktoren vor sich. Die Sonne fördert das Wachstum der Pflanzen. Sie er- Pflanzliche Küchenabfälle enthalten alle Nährstoffe, die Pflanzen brauchen. Sie gehören auf den Kompost. Dieser lebendige und nährstoffreiche Kompost wird wieder dem Boden und damit den Pflanzen zugeführt. Wie in der Natur sollte der Gartenboden möglichst immer bedeckt bleiben. Mulch mindert die Verdunstung bei trockenheißem Sommerwetter und hält im Winter eine Zeit lang den Frost fern. So wird das Bodenleben geschützt und zugleich ernährt. Dazu sind folgende Regeln zu beachten:

1. Den Boden lockern, wenn nötig befeuchten und von der Sonne erwärmen lassen.

2. Die Abfälle gleichmäßig und dünn, ca. 5 cm dick auftragen. Rasenschnittgut leicht antrocknen lassen.

3. Für Gemüse-, Kräuter- und Staudenbeete eignen sich weder Rindenmulch noch Holzhäcksel.

4. Im Winter dicker mulchen (ca. 10 cm dick). Vorher kann halbreifer Kompost auf dem gelockerten Boden ausgebreitet und eingearbeitet werden.

5. Vor dem erneuten Anbau die Mulchmaterialien in die Ober- fläche einarbeiten (nicht unter- graben!) oder abharken.