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Gärtnern ohne Torf

10.08.2014 von Helmut Strauß

Dem Klima und der Natur zuliebe!

Die Landesgartenschau in Gießen bietet durch ein vielseitiges Angebot von Präsentationen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Entspannungsorten die Möglichkeit, Garten- und Blumenschönheit mit allen Sinnen zu genießen. So kann man zum Beispiel in dem idyllischen Ambiente der Wieseckaue naturnahe Floristik bewundern, in den Molekulargärten Einblick in die Vielfalt der Gartengestaltung erleben, aber auch an Kunst, Musik und Muse aktiv und passiv bei mehreren Bühnen teilhaben. Gleichzeitig bietet die LGA dem Hobby- und Erwerbsgärtner auch Informationen über neue Wege im Gartenbau, wie zum Beispiel über Gärtnern ohne Torf.

Die interaktive Ausstellung „Gärtnern ohne Torf - dem Klima und der Natur zuliebe!“ wurde von der Lokalen-Agenda 21- Gruppe „Natur- und Umweltschutz“ gemeinsam mit Master-Studierenden der Justus-Liebig-Universität-Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek, Institut für Biologie-Didaktik, konzipiert.
Unter dem Titel „Der Mörder ist immer der Gärtner“ informiert sie über die Funktion von Mooren, den Torfabbau, seinen Konsequenzen und Alternativen zum Torfeinsatz mit konkreten Handlungsanleitungen für den Gartenbau und den Hobbygärtner.    

 

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Allein in Deutschland werden 9 Millionen m³ Torf jährlich verbraucht

Zum Einstieg bietet eine 2 m hohe Moorsäule mit lebendem Torfmoos die Möglichkeit, das Innere eines Moorbodens zu erkunden. Dabei kann der Besucher am Zollstock berechnen, wieviel Tausend Moorjahre der eigenen Lebensgröße entsprechen. Ein interaktiver Arten-Würfelturm und Schautafeln informieren über die einzigartige Fauna und Flora von Mooren. Durch die Torfnutzung werden aber nicht nur diese wertvollen Biotope unwiederbringlich zerstört, sondern Treibhausgase gebildet und der Wasserhaushalt der Böden erheblich beeinträchtigt.

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Die Ausmaße der Störungen des Naturhaushaltes durch Torfabbau verdeutlicht die Ausstellung durch Exponate mit Klappfunktionen, Schiebetafeln und großformatigen Informationsplakaten. Sie stellt aber auch die Frage, warum in Deutschland jährlich 9 Millionen m³ Torf verbraucht werden, obwohl es gerade für den Gartenbau adäquate Alternativen gibt. Torfersatzstoffe sind beispielsweise Kompost, Rindenhumus, Holzfasern, Kokosfaser. Diese und andere organische wie auch anorganische Ersatzstoffe können in einem Substratschaukasten begutachtet werden.

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Richtig kombiniert erfüllen die Ersatzstoffe alle Anforderungen der Pflanzen an den Boden. Manche haben sogar günstigere Eigenschaften als Torf. Beispielweise steigert Kompost die Bodenfruchtbarkeit und fördert die Bodengesundheit durch Humusbildung. Kompost in Erdenmischungen ermöglicht auch eine gleichmäßigere Nährstoffnachlieferung und verbessert die Bodenfeuchte.
Gerade der Hobbygartenbereich, in dem problemlos auf Torf verzichtet werden kann, ist daher in der Lage, durch den Verzicht auf Torf und die Verwendung von Ersatzstoffen die Umwelt in mehreren Bereichen nachhaltig zu schützen.

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Es gibt Alternativen zum Torf

Da oft nicht bekannt ist, wie auf Torf verzichtet werden kann, zeigt die Ausstellung, dass es bereits eine große Auswahl an abgesackten und torffreien Blumenerden zu kaufen gibt. Sie informiert auch über Mischungen für die eigene Herstellung von torffreien Blumenerden.

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Verwendet werden kann zum Beispiel der selbst hergestellte Kompost oder der gütesicherte Kompost des regionalen Kompostwerkes vor Ort (Info: www.rgk-suedwest.de).
Es wird deutlich, dass der hohe Torfverbrauch in Anbetracht der vielen Funktionen intakter Moore sowie der negativen Ökobilanz weder tragbar noch vertretbar ist. Zumal Torf ersetzbar ist.
Eine deutliche Reduzierung des Torfimportes (Schwerpunkt Baltikum), der inzwischen 40 Prozent des Torfbedarfes ausmacht, ist ein weiteres Ziel. Darüber hinaus sollten Moorstandorte zum Klimaschutz und zum Schutz der biologischen Vielfalt durch landschaftspflegerische Maßnahmen erhalten werden.

Die Ausstellung, die mit dem Umweltpreis der Stadt Gießen ausgezeichnet wurde, ist vom 6. bis 15. September auf der Landesgartenschau in Gießen zu sehen und kann dann als Wanderausstellung ausgeliehen werden.

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Kontaktadresse:

Amt für Umwelt und Natur
Ansprechpartner: Dr. G. Hasselbach, Berliner Platz 1, 35390 Gießen
Tel: 0641/306-1117, E-Mail: umweltamt@giessen.de

Mehr zur 5. Hessischen Landesgartenschau in Gießen unter: www.landesgartenschaugiessen.de

Ein Beitrag der Lokalen-Agenda 21- Gruppe „Natur- und Umweltschutz“
Text: Joachim Keck 
Fotos: Lokale-Agenda 21- Gruppe „Natur- und Umweltschutz“

Frühjahrsmitgliederversammlung in Kassel-Lohfelden

16.06.2014 von Helmut Strauß

Belohnen statt bestrafen!

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung stand ohne Zweifel der Vortrag von Frau Grunewald, Mitarbeiterin des Eigenbetriebes Abfallentsorgung Kreis Kassel, zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit zur Kompostvermarktung und zur Biotonne.“

Frau Grunewald zeigte neue Wege in der Vermarktungsstrategie der auf den eigenen Anlagen produzierten, gütegesicherten Komposte auf, die den positiven Marktwert von Kompost, vor allem im Sinne einer vielfältig nutzbaren Energiequelle erfolgreich vermitteln konnten.

Genauso interessant und wichtig der Ansatz, die „Füllmentalität“ der Bürger und Bürgerinnen bei der Biotonne nicht negativ anzugehen, sondern die positiven Ansätze herauszustellen: „Belohnen statt Bestrafen“ lautete das Motto, das ebenso erfolgreich umgesetzt wurde. Wer seine Biotonne sauber befüllte, konnte im Rahmen dieser Marketingaktion mit einer schönen Belohnung rechnen, was natürlich auf eine sehr positive Resonanz in der Bevölkerung stieß.

Die anschließende Anlagenbesichtigung in Lohfelden zeigte wieder einmal eine Mitgliedsanlage der Region, die über die Anlagenführung und das Engagement ihrer Mitarbeiter hinaus vollste Anerkennung finden konnte.

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Analyse der Nachhaltigkeit

02.04.2014 von Webmaster

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Analyse der Nachhaltigkeit der Kompostverwertung in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Die Endfassung der Projektstudie zur nachhaltigen Kompostproduktion und zum Einsatz von Kompost in unserer Region liegt (endlich!) vor.

Viel Spaß beim Lesen!